Definition

Das Wort Psychotherapie stammt aus dem Griechischen und bedeutet „gezielte, professionelle Behandlung der Seele“.
Der Begriff Seele umfasst dabei die Gesamtheit der inneren Vorgänge eines Menschen: Gefühle, Empfindungen, Denken, Wahrnehmung, Bewusstsein und Unbewusstes – sowie das damit verbundene Verhalten.

 

Therapieformen

Es gibt verschiedene Formen der Psychotherapie, die je nach psychischer Erkrankung oder Anliegen – sowohl bei gesunden als auch bei erkrankten Menschen – angewendet werden.

Die fünf Hauptgruppen der Psychotherapie sind:

1. Humanistische (erlebnisorientierte) Therapien

Beispiele: Gesprächspsychotherapie nach Rogers, Gestalttherapie
Ansatz: Förderung von Selbstverwirklichung (Selbstaktualisierung) und psychischem Wachstum.

2. Psychodynamische (tiefenpsychologische) Therapien

Beispiele: Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Ansatz: Psychisches Leiden entsteht durch ungelöste innere Konflikte und frühere Traumata.

3. Kognitiv-behaviorale Therapien

Verhaltenstherapie: Psychische Störungen als Folge von erlerntem (dysfunktionalem) Verhalten

Kognitive Verfahren: Psychische Störungen als Folge von problematischen Denkmustern und Bewertungen

 4. Systemische Therapien

Beispiele: Paar- und Familientherapie
Ansatz: Die Ursachen psychischer Störungen liegen im sozialen System, in dem ein Mensch lebt (z. B. Familie, Partnerschaft).

5. Ergänzende spezielle Therapieverfahren

Beispiele: Progressive Muskelrelaxation, Hypnose
Ansatz: Körperliche Entspannung führt zur Linderung psychischer Beschwerden.

 

Bild:

Stock-Fotografie-ID:973346642